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Ein COVID-19-Marshallplan für Europa

LONDON – Endlich haben sich die Finanzminister der Eurozone am 9. April auf ein Maßnahmenpaket zur Antwort auf die COVID-19-Krise geeinigt. Aber angesichts dieser beispiellosen medizinischen und wirtschaftlichen Notlage müssen sie viel mutiger sein.

Der Lockdown in den meisten europäischen Ländern wirkt sich wirtschaftlich zerstörerisch aus. Da viele Unternehmen still stehen und sich fast alle Menschen in ihren Wohnungen aufhalten müssen, sind die Konsumausgaben zusammengebrochen und die wirtschaftlichen Aktivitäten zum Stillstand gekommen. Viele Firmen sind vom Bankrott bedroht, die Arbeitslosigkeit steigt, und die Haushaltseinkommen brechen ein.

Laut einer offiziellen Schätzung läuft die französische Wirtschaft nur noch auf zwei Drittel ihrer Kapazität. Gilt dies auch für den Rest der Europäischen Union, würde ein dreimonatiger Lockdown zu einem Rückgang der Jahresproduktion um etwa 8% führen – ein viel größerer Schock als damals in der Krise von 2008-2009. Spanien, das vom Tourismus abhängig ist, könnte es sogar noch härter treffen.

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