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Die Gefahr von Kriegen um Wasser nimmt zu

NEU DELHI – Insbesondere in den Industriestaaten bekommen die Gefahren der Umweltverschmutzung heute viel Aufmerksamkeit, und dies aus gutem Grund. Die Indizes der Luftverschmutzung sind vielerorts besorgniserregend und verschlechtern sich immer mehr. Insbesondere Indien steht vor einer akuten Katastrophe für die öffentliche Gesundheit. Aber so ernst das Verschmutzungsproblem auch ist, darf es doch eine weitere mögliche Umweltkatastrophe und zukünftige Konfliktquelle nicht verdecken: die mangelhafte Versorgung mit sauberem Wasser.

Wir leben zwar auf einem „blauen Planeten“, aber weniger als 3% unseres gesamten Wassers ist Süßwasser, und davon ist ein großer Teil unzugänglich (weil es beispielsweise in Gletschern eingefroren ist). Seit 1960 ist die Menge des verfügbaren Trinkwasser pro Kopf um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Mehr als 40% der Weltbevölkerung leidet unter Wassermangel. Bis 2030 wird die Nachfrage nach Frischwasser das Angebot um schätzungsweise 40% übersteigen.

Da fast zwei Drittel des Trinkwassers aus grenzüberschreitenden Flüssen und Seen stammt, führt der zunehmende Wassermangel zu einem Teufelskreis, in dem Länder um Wasservorräte konkurrieren, was wiederum zu größeren Problemen und noch mehr Wettbewerb führt. Bereits heute geraten Hunderte internationaler Wasserabkommen unter Druck.

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