LONDON – Alle scheinen im Moment über die immer stärkere wirtschaftliche Ungleichheit der heutigen Zeit zu sprechen – und sie zu verdammen. Genährt durch beunruhigend Statistiken wie die jüngste Enthüllung von Oxfam, die weltweit reichsten 62 Menschen besäßen so viel Vermögen wie die ärmsten 3,6 Milliarden, steigt die öffentliche Unterstützung für linke Politiker wie den Amerikaner Bernie Sanders oder den Briten Jeremy Corbyn. Aber die heutigen ideologisch getriebenen Debatten neigen dazu, ein immer komplexeres Thema – das von Prozessen beeinflusst wird, die wir nicht vollständig verstehen – zu stark zu vereinfachen.
Viele Teilnehmer an der momentanen Debatte über Ungleichheit zitieren das Buch des französischen Ökonomen Thomas Piketty von 2014 mit dem Titel „Das Kapital im 21. Jahrhundert“, in dem er drei Kernthesen aufstellt: Erstens sei das Verhältnis zwischen Reichtum und Einkommen in den letzten dreißig Jahren immer mehr gestiegen. Zweitens: Ist die Gesamtrendite des Reichtums höher als die Wachstumsrate des Einkommens, müsse sich der Reichtum notwendigerweise immer stärker konzentrieren. Drittens müsse diese steigende Ungleichheit über beschlagnahmende Steuern umgekehrt werden, bevor sie die Gesellschaft zerstört.
Auf den ersten Blick mögen diese Punkte überzeugend klingen. Aber die erste Aussage ist kaum mehr als eine Binsenweisheit, und die zweite wird durch Pikettys eigene Daten widerlegt, was die dritte irrelevant macht.
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Since 1960, only a few countries in Latin America have narrowed the gap between their per capita income and that of the United States, while most of the region has lagged far behind. Making up for lost ground will require a coordinated effort, involving both technocratic tinkering and bold political leadership.
explain what it will take finally to achieve economic convergence with advanced economies.
Between now and the end of this decade, climate-related investments need to increase by orders of magnitude to keep the world on track toward achieving even more ambitious targets by mid-century. Fortunately, if done right, such investments could usher in an entirely new and better economy.
explains what it will take to mobilize capital for the net-zero transition worldwide.
LONDON – Alle scheinen im Moment über die immer stärkere wirtschaftliche Ungleichheit der heutigen Zeit zu sprechen – und sie zu verdammen. Genährt durch beunruhigend Statistiken wie die jüngste Enthüllung von Oxfam, die weltweit reichsten 62 Menschen besäßen so viel Vermögen wie die ärmsten 3,6 Milliarden, steigt die öffentliche Unterstützung für linke Politiker wie den Amerikaner Bernie Sanders oder den Briten Jeremy Corbyn. Aber die heutigen ideologisch getriebenen Debatten neigen dazu, ein immer komplexeres Thema – das von Prozessen beeinflusst wird, die wir nicht vollständig verstehen – zu stark zu vereinfachen.
Viele Teilnehmer an der momentanen Debatte über Ungleichheit zitieren das Buch des französischen Ökonomen Thomas Piketty von 2014 mit dem Titel „Das Kapital im 21. Jahrhundert“, in dem er drei Kernthesen aufstellt: Erstens sei das Verhältnis zwischen Reichtum und Einkommen in den letzten dreißig Jahren immer mehr gestiegen. Zweitens: Ist die Gesamtrendite des Reichtums höher als die Wachstumsrate des Einkommens, müsse sich der Reichtum notwendigerweise immer stärker konzentrieren. Drittens müsse diese steigende Ungleichheit über beschlagnahmende Steuern umgekehrt werden, bevor sie die Gesellschaft zerstört.
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