otorbaev10_Valery SharifulinTASS via Getty Images_kazakhstanprotest Valery Sharifulin/TASS via Getty Images

Chaos und Opportunismus in Kasachstan

BISCHKEK – Die Proteste, die am 2. Januar in Kasachstan begannen, haben sich schnell zu Unruhen in allen größeren Städten des Landes ausgeweitet. Was wollen die Demonstranten, und wie werden die schwersten inneren Unruhen des Landes seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991 ausgehen?

Obwohl Unmut über eine Verdoppelung der Treibstoffpreise der ursprüngliche Auslöser war, forderten die Demonstranten bald die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen. Außerdem wollen sie, dass der frühere Präsident Nursultan Nasarbajew endgültig von der politischen Bühne verschwindet.

Nasarbajew, der das Land seit der Unabhängigkeit 30 Jahre geführt hatte, zog sich 2019 als Präsident zurück, allerdings erst nachdem er sich zum „Führer der Nation“ hatte ernennen lassen und so dafür sorgte, die Politik des Landes fest im Griff zu behalten. In Taldykorgan, der Hauptstadt der Region Almaty, riefen Demonstranten „Shal ket!“, („Alter Mann, verzieh dich!“) als sie eine Statue von Nasarbajew zu Fall brachten.

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