gwagner11_OLIVIER DOULIERYAFP via Getty Images_inflationreductionactpelosi Olivier Douliery/AFP via Getty Images

Der Wettlauf um sauberere Energieträger hat begonnen

NEW YORK: Die USA sind mit dem Inflation Reduction Act (IRA) von 2022 im großen Stil in den Wettlauf um saubere Energien eingestiegen. Nicht nur wird dieses Gesetz die Erzeuger und Verbraucher erneuerbarer Energien über zehn Jahre hinweg mit insgesamt 369 Milliarden Dollar subventionieren; es ermächtigt das US-Energieministerium zudem, an US-Unternehmen, die in die Umstellung auf saubere Energieträger investieren, Kredite im Volumen von bis zu 250 Milliarden Dollar zu vergeben. Das IRA und das jüngste Paket zur Förderung der US-Halbleiterproduktion im Volumen von 52 Milliarden Dollar zeigen deutlich, dass die Industriepolitik in Washington, D.C. wieder große Mode ist.

Natürlich könnten diese Zahlen bescheiden klingen. Laut Bloomberg übertrafen die weltweiten Investitionen in die Energiewende im vergangenen Jahr 750 Milliarden Dollar, wobei China allein 266 Milliarden Dollar ausgegeben hat – verglichen mit Deutschlands 47 Milliarden und den 114 Milliarden der USA. Und McKinsey & Company macht eine sogar noch großzügigere Rechnung auf und beziffert die Gesamtinvestitionen in saubere Energie und ihre unterstützende Infrastruktur auf zwei Billionen Dollar.

Doch verweisen diese Zahlen auf die neuen weltweiten Investitionen insgesamt. Sie stammen überwiegend aus dem privaten Sektor, der noch weit von dem entfernt ist, was wir erreichen müssen. Obwohl sich die weltweite Einführung von erneuerbaren Energieträgern, Elektrofahrzeugen und sonstiger emissionsarmer Infrastruktur stark beschleunigt, besteht noch immer eine wachsende Kluft zwischen dem, was zur Bewältigung der Klimakrise getan wird, und dem, was getan werden muss.

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