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Was steht 2020 bei den Frauenrechten auf dem Spiel?

NEW YORK – Für Frauen ist dies eine schwierige Zeit. Die US-Republikaner versuchen, das Oberste Gericht dazu zu bringen, Roe v. Wade aufzuheben – die Grundsatzentscheidung von 1973, die das Recht einer Frau auf Abtreibung festgelegt hat. Polen schränkt den Zugang zu Notfallverhütungsmitteln immer mehr ein, und Brasilien bekämpft sexuelle Aufklärung. Aber wenn die globale feministische Bewegung in den letzten Jahren etwas gezeigt hat, dann ist es, dass sie mächtige Hindernisse überwinden kann, um die Rechte marginalisierter Gruppen zu verteidigen. Und 2020 wird sie dies wieder tun.

Die Herausforderung ist enorm: Eine unvermeidliche Folge des Autoritarismus, Ethno-Nationalismus und Fremdenhass, den die Politiker in vielen Ländern – insbesondere Brasilien, Ungarn, Indien, der Türkei und den Vereinigten Staaten – praktizieren, ist die Beharrung auf regressiven Geschlechternormen.

Laut „starker“ Staatsführer wie dem Brasilianer Jair Bolsonaro, dem Ungarn Viktor Orbán und dem Inder Narendra Modi sind Frauen dazu geboren, Ehefrauen und Mütter zu sein. Einwanderer und rassische, religiöse oder ethnische Minderheiten seien gefährlich und minderwertig, und LGBTQI+-Personen verdienten Ausgrenzung, Gefängnis oder gar den Tod. Diese Politiker ermutigen Menschen, die ihre Ansichten teilen, dazu, rassische oder andere Minderheiten, Migranten, Frauen und andere marginalisierte Gruppen zu diskriminieren oder gar anzugreifen.

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